
We want you!
Laut sind sie, und fast unendlich viele: Influencer. Sie wollen unser Vertrauen, aber wer ist es wert? Und wer will nur verkaufen? Mit unseren sechs Tipps fällt die Orientierung leichter – je mehr davon erfüllt sind, desto glaubwürdiger ist die Person hinter dem Profil.
Expertise, bitte
Wer Ratschläge zu Fitness, Finanzen oder Gesundheit gibt, sollte auch nachweisen können, dass er sich damit auskennt. Wie sieht es also aus mit Berufsausbildung, akademischem Grad oder qualifiziertem Abschluss? Ist nicht erkennbar, wieso sich ein Influencer mit einem Thema auskennen soll, ist Vorsicht geboten.
Belegen statt behaupten
Seriöse Influencer erklären, woher ihre Informationen stammen: Sie verlinken Studien, nennen Quellen, erläutern Forschungsergebnisse. Wer dagegen unbelegt Behauptungen in den Raum stellt, ist Ihre Zeit und Ihr Follow womöglich nicht wert.
Vorsicht vor absoluten Aussagen
Seriöse Influencer wissen um die Komplexität der Themen, mit denen sie sich beschäftigen. Sie treffen differenzierte Aussagen, vermeiden Wörter wie „alle(s)“, „nie(mand)“ und „immer“. Sie erklären Unterschiede, Ausnahmen und Grenzen. Hat ein Influencer aber immer die Universallösung für alles und jeden, hat er vielleicht hauptsächlich seine Reichweite im Blick.
Ein Fehler? Kein Ding!
Nobody is perfect, auch Experten machen mal Fehler. Vertrauenswürdige Influencer gestehen ihre Fehler ein, entschuldigen sich bei ihrer Community und korrigieren ihre Aussagen. Wird hingegen beleidigt, blockiert oder abgelenkt, sollten Sie nicht zögern, den Blockfinger zu zücken.
Money, Money, Money
Hochproblematisch ist es, wenn Influencer erst ein Problem konstruieren, dann aber direkt die Lösung parat haben – natürlich gegen Geld. Wenn es heißt „In meinem Onlineshop hab ich genau die Produkte, die Du brauchst.“ oder „Nur meine App hilft Dir.“, dann sind das keine guten Zeichen.
Zwei zum Preis von drei
Auch Experten machen manchmal Werbung für Produkte. Etwa wenn sie von ihnen völlig überzeugt sind oder die Studienlage zu ihrer Wirksamkeit besonders gut ist. Diese Werbung muss aber klar gekennzeichnet sein: in den Bildern, den Videos, den Texten. Wer versucht, Werbung zu verschleiern, spielt nicht mit offenen Karten, es geht eher um ein Geschäftsmodell als um verlässliche Informationen. Das können Sie sich wortwörtlich sparen.



