
„Wird Mama wieder gesund?“
Krebs – eine Schockdiagnose. Für den Erkrankten selbst, aber auch für die eigenen Kinder. Eine neue Kampagne im Saarland nimmt sich der Bedürfnisse betroffener Kinder an. Und rückt das Thema gezielt in den Fokus der Öffentlichkeit.
Eine Krebsdiagnose verändert alles. Zukunftspläne drohen wie Seifenblasen zu zerplatzen. Alle Ziele, Wünsche, Träume fürs Leben, nichts davon ist mehr gewiss.
Aber nicht nur das Leben des Erkrankten wird schlagartig auf den Kopf gestellt. Auch für die eigenen Kinder bricht mit einem Mal eine Welt zusammen. Angst, Trauer, Schuldgefühle – die emotionale Belastung, denen betroffene Kinder ausgesetzt sind, ist enorm. Kommen zu all den Sorgen und Ungewissheiten, die den neuen Alltag der Familie prägen, noch finanzielle Probleme hinzu, weil das Einkommen des erkrankten Elternteils wegfällt, verstärkt sich das Gefühl der Unsicherheit nur weiter.
Um Kindern in dieser schwierigen Zeit den nötigen Halt zu geben, ist es wichtig, mit ihnen offen über die Erkrankung der Eltern zu sprechen. Sie aufzufangen mit all ihren Fragen, Sorgen und Ängsten. „Du bist nicht allein“ – das gilt es, diesen Kindern auf einfühlsame Art zu vermitteln.
Genau hier setzt die Hilfe der Saarländischen Krebsgesellschaft an. Im Rahmen seines Projekts Regenbogen geht der Verein, der Krebspatienten und deren Familien schon seit vielen Jahren unterstützt, auf die besondere Lebenssituation von Kindern krebskranker Eltern ein. So gibt es Beratungs- und Erlebnisangebote speziell für Kinder und Jugendliche, die für mentale Entlastung sorgen. In extra dafür ausgelegten Sprechstunden können sie in Abwesenheit der Eltern ganz offen über ihre Probleme und Gefühle reden. Für unbeschwerte Momente sorgen die Ausflüge, die der Verein regelmäßig organisiert. Ob ein Besuch auf dem Bauernhof, ein Nachmittag im Kletterpark oder ein Treffen zum gemeinsamen Kürbisschnitzen – bei den Aktionen geht es ganz gezielt um Auszeiten vom Krebs, also darum, abzuschalten und einfach eine schöne Zeit zu haben.
Kindern krebskranker Eltern Gehör verschaffen
Gemeinsam mit der Rexrodt von Fircks Stiftung, die Reha- und Kurprogramme für krebskranke Mütter und deren Kinder anbietet, und der IKK Südwest hat die Saarländische Krebsgesellschaft zum diesjährigen Weltkrebstag am 4. Februar eine neue Kampagne mit dem Titel „Kinder brauchen Halt, wenn Eltern Krebs haben“ gestartet. Mit Großflächenplakaten und Postings in den sozialen Medien wird auf die emotionalen Herausforderungen betroffener Kinder aufmerksam gemacht. Denn: Allzu oft werden die Strapazen, die die Erkrankung der Eltern für die Kinder bedeutet, unterschätzt oder nicht erkannt. Diesem Missstand wollen die Partner entgegenwirken und aufzeigen, welche Hilfsangebote es gibt.
Als regionale Krankenkasse, der die Gesundheit und das Wohlbefinden der Kinder am Herzen liegt, unterstützt die IKK Südwest die Kampagne aktiv und hilft, dem Thema die nötige Öffentlichkeit zu verschaffen.

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