Februar 2026

Es fliegt was in der Luft

Es fliegt was in der Luft

Mikroskopisch klein, leicht und besonders flugfähig – die Rede ist vom Blütenstaub, der im Frühling und Sommer in besonders hoher Konzentration durch die Lüfte schwebt und den Pollenallergikern unter uns das Leben schwer macht.

Wer unter einer saisonalen allergischen Rhinitis, auch Heuschnupfen genannt, leidet, der leidet im wahrsten Sinne des Wortes: Gereizte, juckende, brennende Schleimhäute von Augen, Nase und Rachen signalisieren eine Überreaktion des Immunsystems auf die umherfliegenden Pollen. Unbehandelt kann sich daraus über die Jahre sogar ein allergisches Asthma entwickeln.

Vorbeugen hilft

Da bereits kleinste Mengen der genannten Allergene ausreichen, um die unangenehme Sofortreaktion des Immunsystems auszulösen, empfiehlt es sich, insbesondere zur Pollenhochsaison die folgenden Vorkehrungsmaßnahmen zu treffen:

  • Konsultieren Sie einen Pollenflugkalender für die Region, in der Sie sich aufhalten. Hier können Sie nachsehen, welche Pollen wo und wann vermehrt auftreten, und Gebiete mit vermehrter Allergenbelastung gezielt meiden.
  • Ihre Wäsche trocknen Sie am besten nicht an der frischen Luft.
  • Waschen Sie Ihre Haare vor dem Zubettgehen. Das verringert das Risiko einer durch Pollen gestörten Nachtruhe.
  • Auch an Ihrer Kleidung können Pollen haften, daher am besten keine getragene Kleidung im Schlafzimmer aufbewahren.
  • Gegebenenfalls kann ein Luftreiniger im Schlafzimmer von Vorteil sein.
  • Lüften Sie die Räume Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses, wenn die Pollenkonzentration am niedrigsten ist. In der Stadt am besten morgens zwischen 6 und 8 Uhr, auf dem Land eher abends zwischen 18 und 24 Uhr.
  • Pollenschutzgitter an den Fenstern sorgen für eine erhebliche Reduktion der Pollenbelastung in Ihren Wohnräumen.
  • Im Auto: Halten Sie die Fenster geschlossen und verwenden Sie einen Pollenfilter. Dieser muss regelmäßig gewartet werden.

Bei stärkeren Beschwerden kann zudem der Einsatz von Arzneimitteln mit verschiedenen Wirkstoffen wie Antihistaminika oder Glukokortikoiden unterstützend sinnvoll sein. Lokal wirkende Präparate, etwa in Form von Nasensprays oder Augentropfen, lindern den Juckreiz, stoppen Niesattacken und sorgen dafür, dass Ihre Binde- und Schleimhäute wieder abschwellen und zur Ruhe kommen. Auch sogenannte systemische Arzneimitteltherapien – meist in Tablettenform, als Tropfen oder als Saft – können die fehlgesteuerte Überreaktion des Immunsystems und die damit verbundenen Symptome bremsen. Diese haben allerdings häufig unerwünschte Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden zur Folge.

Zur Auswahl des für Sie passenden Präparates – auch unter Berücksichtigung von eventuell bestehenden Grunderkrankungen und einer damit verbundenen Dauermedikation – empfehlen wir Ihnen, sich von Ihrer Apotheke oder Ihrem behandelnden Arzt beraten zu lassen.