September 2026

„Demenz darf kein Tabuthema sein“

„Demenz darf kein Tabuthema sein“

Das Thema Demenz betrifft sehr viele Menschen, egal ob im Familien- oder Bekanntenkreis. Es ist wichtig, dass man darüber spricht und dass die Betroffenen Hilfe finden. Als Schirmherrin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft möchte ich dazu beitragen, das Thema noch stärker in die Öffentlichkeit zu tragen. Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen brauchen unsere Unterstützung.

Die Situation hat mich über Jahre hinweg komplett überfordert. Meine Mutter konnte mir nur bedingt beistehen. Ihr fehlte als Krankenschwester im Nachtdienst schlichtweg die Zeit und die Energie. Alzheimer ist eine Krankheit, die auch die Pflegenden zum Äußersten treibt – vor allem, wenn man keine Hilfe bekommt. Mein Vater konnte beispielsweise keine Minute sitzen bleiben, er wollte immer weg. Der ganze Tag drehte sich um ihn, es gab keinen Moment der Ruhe. Meine Kindheit war daher alles andere als unbeschwert.

Auch der Folgeroman Biarritz, der im letzten Jahr erschienen ist, behandelt das gleiche Thema – hier allerdings erzählt von der 60-jährigen Tochter in Bezug auf ihre demente Mutter.

Ich kann nicht feststellen, dass sich in den letzten 50 Jahren sehr viel verbessert hat. Es gibt heute natürlich viele kleine, oft ehrenamtliche Organisationen, die sich dafür einsetzen, dass Pflegende auch mal freinehmen können. Was mich aber irritiert und wirklich traurig macht, ist die Tatsache, dass es noch heute sehr vielen Kindern so geht wie mir damals. Deutschlandweit sind es circa 400.000 Kinder und Jugendliche, die ein Elternteil pflegen – und damit eigentlich hoffnungslos überfordert sind. Das macht mich sprachlos.

Ich hadere grundsätzlich damit, wie mit alten Menschen in Deutschland umgegangen wird. Es gibt sicherlich viele gute Pflegeheime. Das dortige Personal leistet wertvolle Hilfe, ist jedoch vollkommen unterbezahlt.

Ich wünsche mir aber mehr Fantasie und Respekt im Umgang mit Demenzpatienten. Und mehr Freiheiten! Viele Demenzpatienten würden sehr gerne viel mehr umherlaufen. Warum nicht eine große, kamerabewachte Parkanlage einzäunen – mit Blumenbeeten, einem Streichelzoo, klassischer Musik? Da könnte nichts passieren, die Patienten wären unter Beobachtung und würden nicht verloren gehen. Das würde für mehr Wohlergehen und Glücksmomente sorgen.

Ganz wichtig: Man sollte keine Scheu haben, über die Erkrankung zu sprechen. Und sich nicht isolieren. Demenz darf in unserer Gesellschaft kein Tabuthema mehr sein.

Ich hoffe, dass es zukünftig noch mehr Medikamente gegen Alzheimer gibt. Und höhere Zuschüsse für die Entwicklung von Medikamenten gegen seltene Erbkrankheiten.

Darauf achte ich sogar sehr! Ich starte mit einem Löffel Olivenöl in den Tag, trinke danach ein großes Glas Wasser mit Zitrone. Das kurbelt den Stoffwechsel an und stärkt die Galle. Und ich lebe vegan – keine tierischen Produkte, wobei das weniger der Gesundheit geschuldet ist als vielmehr unserem oftmals so respektlosen Umgang mit Tieren.

Höchstens, wenn ich wegen Dreharbeiten im Hotel bin. Ansonsten bin ich eher ein Draußen-Mensch, schwimme von April bis November im nahe gelegenen See und laufe mit unseren Hunden durch den Wald. Oder tobe mit ihnen im Garten.

Bewegung an der frischen Luft ist für mich essenziell – im Grünen tanke ich neue Energie. Für mich gibt es nichts Schöneres, als in der Natur zu sein. Das beruhigt und erdet mich.

Meine spanische Freundin hat für mich ein Yogaprogramm zusammengestellt – das mache ich ab und zu, wenn mir alles zu viel wird. Ansonsten gilt auch hier: mit den Hunden in den Wald.

Und ganz wichtig: Ich versuche, nicht immer nur zu funktionieren, sondern mir bewusst Auszeiten zu nehmen. Außerdem glaube ich, dass Achtsamkeit im Alltag entscheidend ist – sei es beim Essen, bei der Bewegung oder in zwischenmenschlichen Beziehungen. Man muss auf seinen Körper hören und sich bewusst Pausen gönnen.

90 Prozent des Glücks beruhen auf Gesundheit – hat der Philosoph Arthur Schopenhauer einst gesagt. Das trifft es doch auf den Punkt: Wenn man mit sich im Reinen ist, auf seinen Körper hört und sich von schönen Momenten mit Familie und Freunden nähren lässt, dann ist das der beste Weg zu einem erfüllten Leben. Genau das ist mein Glücksrezept für Körper und Geist.